Der erste Self-Publishing-Day in Würzburg fand am 12. April 2014 im Congress Centrum Würzburg statt.

Vor der Veranstaltung standen möglicherweise eine Menge Fragen im Raum:

  • Wie viele Menschen werden teilnehmen?
  • Was werden sie an Mehrwert für sich mitnehmen?
  • Wird das eine Werbeveranstaltung?
  • Ja lohnt sich denn das?

Nach dem ersten Self-Publishing-Day bleibt nur die Frage nach dem Zusammenhang mit dem Gehirntraining im Raum – doch dazu später.

Der Selfpublishing Day in Würzburg mit dem Workshop: "Buchbeschreibungen, die verkaufen"Ich könnte jetzt sagen: Am Anfang stand eine Idee, die Idee, den ersten Self-Publishing-Day ins Leben zu rufen und zu organisieren. Wobei genaugenommen war da vor dieser Idee schon ein Bedürfnis. Das Bedürfnis von vielen Autoren und Autorinnen, die sich für das Self-Publishing als Veröffentlichungsform bereits entschieden haben oder noch mit dieser Idee spielten. Das Bedürfnis nach Austausch von Informationen und Erfahrungen. Das Bedürfnis nach Vernetzung und mit- und voneinander lernen. Das Bedürfnis nach Austausch mit Autoren und Autorinnen, die „es geschafft haben“ und den Gipfel der Bestsellerlisten erreicht haben.

Und das nicht nur in virtuellen Facebookgruppen, Internetforen und regionalen Stammtischen, sondern in einem organisierten, übergreifenden Rahmen.

Du siehst schon jetzt: Der Self-Publishing-Day in Würzburg hat dieses Bedürfnis erfüllt, noch besser: Er hat begonnen es zu erfüllen, denn der nächste Self-Publishing-Day kommt bestimmt – 2015 in Münster.

Workshop_Buchbeschreibungen_SelfpublishingDay

Kleingruppenarbeit im Workshop „Buchbeschreibungen, die verkaufen“ mit Thomas Oberbichler

Halt, nicht so schnell, könnte jetzt jemand einwerfen. Was bitte ist jetzt wirklich an diesem Tag geschehen?

Es gibt schon viele umfassende Berichte, Henri Apell, Corinna Rindlisbacher, Hilke-Gesa Bußmann, Anne-Kerstin Busch, Frank Katzer, Thomas Knip haben alle bereits Blogartikel veröffentlicht und über den Inhalt des Self-Publishing-Day und ihre Eindrücke erzählt.

Ich hatte selbst die Gelegenheit einen Workshop über „Buchbeschreibungen, die verkaufen“ zu halten und will hier aus meiner Perspektive die Zusammenhänge auf einer ergänzenden und zusammenfassenden Ebene betrachten.

Der Self-Publishing-Day ist vielfältig

Ein großer Vorzug dieser Veranstaltung war, dass sie enorm vielfältig war. Bestsellerautoren und Bestsellerautorinnen, erfahrene Marketingprofis, Buchcoaches, eBook-Dienstleister_innen waren genauso dabei wie Menschen, die sich erst langsam (bis zum Self-Publishing-Day) an die großartigen Möglichkeiten, die allen mit der digitalen Revolution im Publishing offen stehen, herangetastet haben. Krimi, Fantasy, Liebesromane, historische Romane, Science Fiction, Sachbücher und Ratgeber waren vertreten.

Gerade die Beispiele von Lutz Kreutzer und Hanni Münzer, die beide mit Romanen auf Platz 1 bei Amazon gekommen sind beweisen: Es gibt viele, unterschiedliche Wege zum Erfolg.

Der Self-Publishing-Day lädt zum Dranbleiben ein

Eine Gemeinsamkeit war in all den unterschiedlichen Ansätzen immer präsent: Sie dürfen sich für Ihren Erfolg entscheiden, Prioritäten setzen, handeln und dranbleiben – und das immer im regen Austausch. Sowohl mit Ihren Lesern und Leserinnen als auch mit anderen Autorinnen und Autoren, mit Fachleuten aus vielen Bereichen.

Der Self-Publishing-Day ist ein offenes Forum

Jetzt geht es los! Der Workshop beginnt!

Etwas, das nicht nur mich besonders stark beeindruckt hat, war die Offenheit, mit der alle Anwesenden ihr Wissen, ihre Erfahrungen – negative, wie positive – geteilt haben. Der Spirit, der für mich von den ersten Momenten beim lockeren Kaffeetrinken über die einführenden Worte von Andreas Hollender und Hanni Münzers mitreißendem Prolog über alle Vorträge und Workshops vorherrschte, war: Es ist genug für alle da. Miteinander werden wir alle besser, und alle können von allen lernen.

Der Self-Publishing-Day hat ein Netzwerk wachsen lassen

Hier komme ich jetzt zurück auf die Verbindung zwischen dem Self-Publishing-Day, Buchmarketing und der Gehirnforschung.

Der Self-Publishing-Day hat ein Netzwerk wachsen lassenDas menschliche Gehirn arbeitet nach den Erkenntnissen der Gehirnforschung mit elektrischen und chemischen Impulsen. Menschen lernen bestimmte Nerven gemeinsam und nacheinander zu feuern und dabei bestimmte Hormone und andere Neurochemikalien freizusetzen. Das spannendste Ergebnis der letzten Jahre ist die Neuroplastizität, also – kurz gesagt – der veränderliche Charakter des menschlichen Gehirns.

Anders formuliert: Je öfter du bestimmte Nerven gemeinsam feuerst, desto dicker (und das ist ganz wörtlich zu nehmen) werden die Synapsen, die Verbindungen zwischen den Nerven, desto schneller arbeitet dein Gehirn.

Das führt dazu, dass WAS Menschen mit ihrem Gehirn tun bestimmt, WAS FÜR EIN Gehirn sie haben. Wer viel fernsieht … Wer viel schreibt, bekommt ein Gehirn, das gut schreiben kann.

Und zwischenmenschliche Netzwerke funktionieren nach den gleichen Prinzipien wie die Nervennetzwerke in deinem Gehirn.

Und das ist in meiner Welt der größte Verdienst des Self-Publishing-Day’s. Er hat Menschen sich näher gebracht. Die Kontakte zwischen vielen Menschen haben sich vertieft und die Energie und die Ideen fließen schneller. Dieser Prozess hat in Würzburg nur begonnen, schon in den ersten Tagen danach spüre ich deutlich, wie sich Beziehungen verbessert haben, wie Freundschaften entstanden sind und neue Gelegenheiten sich auftun und genutzt werden.

Vieles ist leicht und selbstverständlich geworden und bin schon neugierig, welche konkreten Kooperationen aus diesem Tage entstanden sind und noch entstehen.

be wonderful!

Tom Oberbichler

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